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17. 11.: Griechenland gegen Militär und Sparen

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17. 11.: Griechenland gegen Militär und Sparen

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“Brot, Ausbildung, Freiheit”, die Forderungen von 1973 sind für die griechischen Studenten 2011 noch immer relevant. Der 17. November ist für die Hochschulen ein Feiertag. Man gedenkt der Niederschlagung der Studentenproteste 1973. “Das ist auch heute relevant. Brot steht für Löhne und Renten. Die Einkommen der Griechen werden brutal gekürzt, in dem Tarifverträge, die Mindestlebensstandards garantieren, aufgehoben werden. Heute wollen sie eine Rentenreform durchsetzen, die bedeutet, dass unsere Generation niemals eine Rente bekommt”, erläutert Elektroingenieurstudent Thodoris Kotsadis.

Den heutigen Jahrestag nehmen Studenten und Gewerkschaften zum Anlass für eine Protestdemonstration gegen die Sparbemühungen der Regierung. Erstmals seit dem Ende der Militärdiktatur sind auch Rechtsnationalisten an der Regierung beteiligt. Die “Orthodoxe Volksbewegung” LAOS (Λαϊκός Ορθόδοξος Συναγερμός, ΛΑΟΣ) hatte sich besonders stark dafür eingesetzt, dass Papademos Regierungschef wird.

In den frühen Morgenstunden des 17. Novembers 1973 stürmte das griechische Militär das Athener Polytechnikum. Die Proteste läuteten das Ende der Obristenherrschaft ein. Fast jedes Jahr liefern sich autonome Gruppierungen an diesem Tag Straßenschlachten mit der Polizei.