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Arabische Liga an Syrien: Ruhe in drei Tagen, sonst Wirtschaftssanktionen

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Arabische Liga an Syrien: Ruhe in drei Tagen, sonst Wirtschaftssanktionen

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Die arabischen Staaten drohen den Machthabern in Syrien ultimativ mit Sanktionen. Das syrische Staatsfernsehen zeigte tausende Anhänger von Präsident Baschar al-Assad, die gegen die Arabische Liga protestieren.

Der Außenminister Katars, Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani, hatte auf einer Außenministerkonferenz in Marokko gedroht: Binnen drei Tagen müssten die Gewalt gegen friedliche Demonstranten ein Ende haben und arabische Beobachter ins Land gelassen werden. Wenn nicht, werde die Arabische Liga Wirtschaftssanktionen verhängen.

Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani:

“Um eine internationale Intervention zu vermeiden, wollen wir eine Delegation nach Syrien schicken. Sie soll überwachen, ob die Beschlüsse der Arabischen Liga angewendet werden.”

Eine “Intervention aus dem Ausland” lehnten die Außenminister ab.

In Syrien selbst gingen die Aggressionen gegen Privatleute weiter, etwa in der Stadt Idlib.

In Damaskus attackierte ein Mob die diplomatischen Vertretungen Marokkos, Katars und der Vereinigten Arabischen Emirate.

Eine sogenannte “Freie Syrische Armee” griff zum erstenmal Ziele nahe der Hauptstadt an. Deserteure bildeten einen Militärrat. Unter den Dutzenden Toten täglich sind immer mehr Soldaten und Sicherheitsleute.

Zu Assad stehen in der Region jetzt nur noch der Iran, die vom Iran bewaffnete libanesische Schiiten-Bewegung Hisbollah und Jemens umstrittener Präsident Ali Abdullah Salih.

mit Reuters, AFP