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Wahlkampf-Endspurt in Spanien

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Wahlkampf-Endspurt in Spanien

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Drei Tage vor der Parlamentswahl in Spanien haben Studenten erneut gegen Kürzungen im Bildungswesen protestiert. Seit Monaten demonstrieren sie gegen den Kurs der Regierung. Die soll allen Umfragen zu Folge bei der Wahl am Sonntag eine herbe Niederlage einfahren. Für den Fall, dass er gewinnt, kündigte der konservative Spitzenkandidat Mariano Rajoy sofortige Maßnahmen an – noch bevor das Parlament erst einen Monat später seine Arbeit aufnimmt. Rajoy sprach von Einschnitten in allen öffentlichen Bereichen außer bei den Renten.

Der Konservative bekannte sich zu den Sparvorgaben aus Brüssel. Zuvor hatte die sozialistische Regierung das Wachstum für das laufende Jahr nach unten korrigieren müssen. Kandidat Alfredo Pérez Rubalcaba forderte, “lasst uns den Menschen noch vor Sonntag klar machen, was die Konservativen planen. Wenn uns das gelingt, werden sie sie sicher nicht wählen.”

Das scheint unwahrscheinlich, trauen laut Umfragen doch die meisten Spanier eher den Konservativen zu, die tiefe Krise zu überwinden. Indessen wächst der Druck auf Madrid weiter: In den letzten zehn Jahren war es für das Land noch nie so teuer, Geld zu leihen.