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Wall Street besetzt - von Polizisten

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Wall Street besetzt - von Polizisten

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“Schande, Schande”, rufen sie den Polizisten entgegen – Belagerungszustand an der Wall Street. Tausende Aktivisten der “Occupy Wall Street”-Bewegung strömten zum Herz des New Yorker Finanzbezirks, kamen aber nicht richtig ran – ein starkes Polizeiaufgebot hatte die Gegend abgeriegelt.

Es war eine Demonstration, wie immer gegen Bankenmacht und soziale Ungerechtigkeiten, aber auch der eigenen Stärke. Zwei Tage, nachdem die Polizei die Demonstranten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus dem New Yorker Zuccotti Park vertrieben hatte, bekamen viele Börsianer den Unmut hautnah zu spüren – sie hatten große Probleme, durch die Absperrungen zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen.

Die Organisatoren hatten über soziale Netzwerke dazu aufgerufen, die Finanzmeile zu blockieren.

Sie planen weitere Aktionen, unter anderem ein Marsch mit Lichtern über die Brooklyn Bridge, um das zweimonatige Bestehen von “Occupy Wall Street” zu feiern.

In nur zwei Monaten hat die New Yorker Bewegung mindestens zehn andere Finanzmetropolen angesteckt – für die Internet-Zeitung Huffington Post bereits jetzt ein internationaler Marketing-Erfolg als “aufkommende globale Bewegung gegen das aktuelle finanzielle, politische und wirtschaftliche System.”

mit Reuters, afp, dpa