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Damaskus gerät immer mehr unter Druck

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Damaskus gerät immer mehr unter Druck

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Während das syrische Regime weiterhin versucht, die Proteste der Opposition mit Gewalt niederzuschlagen, wächst der Druck aus dem Ausland. In einigen syrischen Städten kam es erneut zu Ausschreitungen, mehrere Menschen wurden getötet. Syriens Präsident Baschar al-Assad willigte ein, Beobachter der Arabischen Liga in sein Land zu lassen. Diese hatte Syrien mit Wirtschaftssanktionen gedroht, sollte Assad nicht bis Samstag abend einer Beobachtermission zustimmen. Allerdings forderte Syrien in einem Brief Änderungen am Protokoll, das Einzelheiten der Mission regelt.

Frankreichs Außenminister Alain Juppé traf in Ankara mit seinem türkischen Kollegen Ahmet Davutoglu zusammen. Beide Länder drohten Damaskus mit weiteren Sanktionen. “Wir müssen den Druck aufrechterhalten”, sagte Juppé bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. “Ich habe schon über die Resolution gesprochen, die in der UN-Vollversammlung diskutiert wird. Und es wäre auch wichtig, dass der UN-Sicherheitsrat handelt. Es ist nicht akzeptabel, dass der Sicherheitsrat in einer solchen Krise mit 3.500 Toten und 20.000 Regimekritikern, die in syrischen Gefängnissen sitzen, nicht reagiert.”

In Istanbul versammelten sich Hunderte in der Türkei lebende Syrer vor der syrischen Botschaft, um gegen das Regime in Damaskus zu protestieren. Die syrische Opposition hofft auf eine Intervention der Türkei in Syrien, ein Einschreiten anderer ausländischer Mächte lehnt sie ab.