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Monti: "Schwere Fehler von Finanzinstitutionen und Finanzmärkten" führten zur Krise

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Monti: "Schwere Fehler von Finanzinstitutionen und Finanzmärkten" führten zur Krise

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Italiens Ministerpräsident Mario Monti hat eine überwältigende Parlamentsmehrheit hinter sich. Aber als “Super Mario” will der parteilose Wirtschaftswissenschaftler nicht auftreten: Er bitte das Parlament nicht um ein blindes, sondern um ein wachsames Vertrauen, so Monti.

Selbst in seinem ureigenen Fachgebieten Finanzen und Wettbewerb gab er sich alles andere als unfehlbar.

Nun sei aus der finanziellen Krise eine wirtschaftliche, soziale und zum Teil politische Krise geworden, die die Welt insgesamt, Europa und besonders Italien plage, sagte Monti,

“ich bin überzeugt, dass ein guter Teil ausgelöst wurde durch extrem schwere Fehler von Finanzinstitutionen und Finanzmärkten.”

Nach dem Senat hatte die Abgeordnetenkammer dem Kabinett Monti mit 561 gegen 61 Stimmen das Vertrauen ausgesprochen. Nur die rechtspopulistische Lega Nord stellt sich gegen ihn.

Montis Prioritäten:

Europa, Haushaltsdisziplin, Wirtschaftswachstum und soziale Gerechtigkeit. Geplant sind eine Renten- und Steuerreform, darunter eine Immobiliensteuer und ein neuer Anlauf gegen Steuerhinterziehung.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung hat Italien nach Griechenland den höchsten Schuldenstand der Eurozone.

mit Reuters, afp, AP

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