Eilmeldung

Eilmeldung

Spanien vor der Wahl: Keine Versprechen mehr, versprochen

Sie lesen gerade:

Spanien vor der Wahl: Keine Versprechen mehr, versprochen

Schriftgrösse Aa Aa

In den Tagen vor der Parlamentswahl am Sonntag steigt in Spanien die Nervosität. Hochschullehrer und Studenten betrauern öffentlich ihre gerupften Budgets. Mit Zinskosten um die kritischen sieben Prozent kochen die hypersensiblen Finanzmärkte Spaniens Schuldenmanager gar.

Der scheidende Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero fleht auf den letzten Metern die Europäische Zentralbank um noch massivere Interventionen an – für Inflations-Traumatisierte in Deutschland ein rotes Tuch. Und möglicher Nährboden für neue Krisen wie die Immobilienblase, die den Spaniern seit ein, zwei Jahren um die Ohren fliegt.

Sie sollen die Krise bei den Hörnern packen:

Mariano Rajoy, konservativer Spitzenkandidat und klarer Favorit der Wahl am Sonntag. Vielleicht ein Politiker eines ganz neuen Typs. Er verspricht keine Wohltaten, sondern das Gegenteil: Weniger staatliche Bauvorhaben, Abbau regionaler Behörden.

Oder der Sozialist Alfredo Rubalcaba. Er schleppt schwer an der Last von rund fünf Millionen Arbeitslosen – die er in den Augen vieler Wähler als Regierungsmitglied seit sieben Jahren schließlich auch nicht verhindert hat.

mit afp, Reuters, dpa