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Tunesien: Ennahda-Chef Jbeli wird Ministerpräsident

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Tunesien: Ennahda-Chef Jbeli wird Ministerpräsident

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In Tunesien haben sich knapp einen Monat nach den ersten freien Wahlen die gemäßigt islamistische Ennahda-Partei und ihre beiden Koalitionspartner grundsätzlich auf die Verteilung der drei höchsten Posten im Staat geeinigt.

Wie Medien unter Berufung auf anonyme Koalitionsquellen berichten, soll Ennahda-Generalsekretär Hamadi Jbeli künftig Ministerpräsident Tunesiens sein. Es ist der Job mit der größten Machtfülle.

Moncef Marzouki, Chef der linksgerichteten und säkularen Oppositionspartei Kongress für die Republik, wird demnach Staatspräsident. Schon vor drei Tagen hatten sich zunächst nur die Ennahda und Marzoukis Kongress darauf geeinigt, jetzt ist es offenbar offiziell.

Parlamentssprecher schließlich wird den Meldungen nach Mustafa Ben Jafaar, er steht der sozialdemokratischen Ettakatol-Partei vor, die bei den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung im vergangenen Monat auf Platz vier gelandet war. Wahlsieger wurde die islamistische Ennahda.