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"Spanien muss wieder eine starke Nation sein"

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"Spanien muss wieder eine starke Nation sein"

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Der Optimismus der konservativen spanischen Volkspartei PP scheint berechtigt. Aller Voraussicht nach wird sie die Parlamentswahlen am Sonntag haushoch gewinnen, ihr Spitzenkandidat Mariano Rajoy nach zwei vergeblichen Anläufen nächster Ministerpräsident des Landes. Rajoys Anliegen: Stabilität im Land und an den Märkten zu schaffen.

“Wir müssen unserem Land den Ruf zurückgeben, den es einmal hatte. Als ein Land, das Arbeitsplätze schafft, als eine starke Nation, auf die man in der Welt hörte und der niemand sagen musste, was sie zu tun hätte. Es ist höchste Zeit.”

Die sozialistische PSOE hingegen sieht mit ihrem Spitzenkandidaten Alfredo Perez Rubalcaba schon jetzt aus wie der sichere Verlierer. Immerhin wird sie für die 5 Millionen Arbeitslosen und die massiven Wirtschaftsprobleme des Landes verantwortlich gemacht. Rubalcaba kämpft tapfer weiter.

“In Zeiten der Krise, wenn es vielen Menschen schlecht geht und wenn Unsicherheit, Angst herrschen, wenn viele Menschen ihre Jobs verlieren und nicht wissen, ob sie neue Arbeit finden, wenn Eltern sich sorgen, ob ihre Kinder schlechter leben werden als sie, und wenn die Kinder das selber glauben. Wenn es all diese Unsicherheiten gibt, dann kann man nicht Regierungschef werden wollen ohne den Menschen zu sagen, was man zu tun gedenkt.”

Rajoy will Spanien mit einem rigiden Sparkurs aus der Krise steuern. Außer bei den Renten soll überall gestrichen werden. Manche Spanier unterstrichen derweil ihre generelle Hoffnungslosigkeit mit Protesten. In Madrid klagten Demonstranten, am Ende wähle man keine Politiker, sondern Banker und deren letztes Interesse seien die Bürger.