Eilmeldung

Eilmeldung

Frühe Wahlen im Nordosten Russlands 

Sie lesen gerade:

Frühe Wahlen im Nordosten Russlands 

Schriftgrösse Aa Aa

Zwei Wochen vor den russischen Parlamentswahlen nehmen es Wahlleiter mit Schnee und Kälte auf, um den Menschen im Nordosten des Landes Wahlurne und Stimmzettel zu bringen. Viele Bewohner freuen sich auf die Wahlen, weil Konzerte und Feste veranstaltet werden.
 
In der Hauptstadt Moskau läuft der Wahlkampf unterdessen auf vollen Touren. Die regierende Partei “Einiges Russland” gilt als großer Favorit.
Doch jüngsten Umfragen zufolge ist die Partei von Ministerpräsident Wladimir Putin und Präsident Dmitri Medwedew in der Wählergunst gesunken. Die von ihr angestrebte Zweidrittelmehrheit scheint nicht mehr sicher.
 
Medwedew und Putin haben vor demnächst die Ämter zu tauschen. Medwedew führt die Liste bei der Duma-Wahl an, während Putin als Präsidentschaftskandidat 2012 antreten wird.
 
Die kommunistische Oppositionspartei fürchtet Wahlbetrug und will mit Argusaugen über den Urnengang wachen. Ihr Anführer Gennady Zyuganov erklärte: “Dieses Mal haben wir 500.000 Bildschirme vorbereitet. Wir haben Verträge und Vereinbarungen unterschrieben mit allen, die zu einem Dialog und fairen Wahlen bereit sind. Am 2. Dezember werden wir überall Proteste veranstalten unter dem Motto: “Hände weg von unseren Stimmen”.”
 
Viele Russen machen sich keine Illusionen:
“Die da oben haben doch schon entschieden, wer Ministerpräsident und wer Präsident wird. Von fairen Wahlen kann keine Rede sein.” Eine Passantin hingegen will auf jeden Fall wählen, nicht “Einiges Russland” sondern eine andere Partei. Doch sie glaubt nicht, dass es etwas ändern wird.
 
Die Umfragen geben ihr recht. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Tandem Putin-Medwedew auch künftig das Schicksal Russlands bestimmen.