Eilmeldung

Eilmeldung

Ausgang gewiss: Spanien wählt neues Parlament

Sie lesen gerade:

Ausgang gewiss: Spanien wählt neues Parlament

Schriftgrösse Aa Aa

Gut 37 Millionen Spanier sind heute dazu aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Erwartet wird ein Erdrutschsieg der aktuell oppositionellen konservativen Volkspartei PP mit ihrem Spitzenkandidaten Mariano Rajoy. Er wird voraussichtlich Ministerpräsident des Landes, der aktuelle Regierungschef Zapatero tritt gar nicht erst zur Wahl an.

Statt dessen muss ex-Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba als Kandidat der seit sieben Jahren regierenden Sozialisten ran, denen eine Wahlschlappe von historischem Ausmaß vorhergesagt wird.

Rajoy, der bereits zum dritten Mal um den Posten als Regierungschef kandidiert, gibt sich siegessicher. Er kündigte an, das Land im Falle eines Wahlsieges mit einem rigiden Sparkurs aus der aktuellen Krise steuern zu wollen. Wie das konkret aussehen soll, ist noch unklar.

Rubalcaba hat der konservativen Konkurrenz in der aktuellen Lage wenig entgegenzusetzen, viele Menschen machen seine Partei, die PSOE, für die Probleme des Landes verantwortlich – und die sind massiv.

Mit 21,5 Prozent hat Spanien die höchste Arbeitslosigkeit in der EU, zudem hat sich die Schuldenkrise in letzter Zeit dramatisch verschärft.

Unterdessen kündigte die sogenannte “Bewegung der Empörten” an, die Wahl mit Protestaktionen zu stören. Ihre Anhänger betrachten den Urnengang als Farce, durch die Politiker sehen sich die Empörten nicht vertreten.