Eilmeldung

Eilmeldung

Gewalt in Ägypten hält an

Sie lesen gerade:

Gewalt in Ägypten hält an

Schriftgrösse Aa Aa

Die gewaltsamen Proteste in Ägypten haben auch in der Nacht angedauert. In der Hauptstadt Kairo kam es auf dem Tahrirplatz zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten.

Am Samstag war hier ein junger Mann von der Polizei erschossen worden. Jetzt kam auch in Alexandria ein Demonstrant bei Ausschreitungen ums Leben. Fast 700 Menschen wurden laut Medienberichten seit Beginn der Massenproteste am Freitag verletzt.

In Kairo versuchten die Aktivisten, den Tahrirplatz wieder zu besetzen, sie bewarfen die Polizei mit Steinen, die antwortete mit Tränengas und Gummigeschossen. Mehrere Menschen seien festgenommen worden, meldeten die Behörden.

Die Demonstranten fordern unter anderem, der aktuell regierende Militärrat müsse seine Macht an eine zivile Regierung abtreten. Mit neuen Verfassungsleitlinien will der Militärrat dagegen seine Macht festigen, das stört viele Menschen.

Der vor allem von der Muslimbruderschaft und der radikalen Salafistenbewegung angestoßenenen Aktion schlossen sich auch in Alexandria viele Menschen an. Die Proteste sind zeitlich unbefristet. In Ägypten wird vom 28. November an in drei Phasen ein neues Parlament gewählt.