Eilmeldung

Eilmeldung

Ministerpräsident der fünf Millionen Arbeitslosen: Ruhmloser Abgang für Zapatero

Sie lesen gerade:

Ministerpräsident der fünf Millionen Arbeitslosen: Ruhmloser Abgang für Zapatero

Schriftgrösse Aa Aa

Spanien steht vor dem Machtwechsel: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl macht den Prognosen zufolge die konservative Volkspartei das Rennen. Der Vorsprung des Spitzenkandidaten Mariano Rajoy wird nicht unbedingt den eigenen Meriten zugeschrieben, sondern schlicht den Fehlern der regierenden Sozialisten. Deren Spitzenkandidat Alfredo Perez Rubalcaba bemühte sich angesichts der schlechten Umfragewerte zuletzt vor allem darum, die Wähler vor einer zu hohen Machtkonzentration – sprich absoluten Mehrheit – der Volkspartei zu warnen.

Sein glückloser Vorgänger, Ministerpräsident Zapatero, trat erst gar nicht mehr als Kandidat an. Er hatte wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise die Wahl um knapp ein halbes Jahr vorgezogen.

Die Wähler nehmen Zapatero und seiner Regierung übel, das Land schlecht durch die Krise gelenkt zu haben, unter der Spanien seit 2008 leidet. Rund fünf Millionen Spanier ohne Job, die Arbeitslosenquote bei über 21 Prozent – die höchste in der EU – zudem eine Rekordhöhe der Zinsen für spanische Staatsanleihen, bei der Griechenland und Portugal das Ausland um Rettung bitten mussten: Dies alles sind keine Lorbeeren für die scheidende Regierung. Wie die Konservativen konkret den Trend umkehren wollen, blieb zunächst unklar.