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Spanische Parlamentswahl: Hoffnungen liegen auf Konservativen

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Spanische Parlamentswahl: Hoffnungen liegen auf Konservativen

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Die Konservativen um Mariano Rajoy stehen bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Spanien vor einem Erdrutschsieg. Die Partei erzielte nach Auszählungen von rund 90 Prozent der abgegebenen Stimmen 44 Prozent und damit die absolute Mehrheit im Parlament. Laut den Prognosen kommen sie auf 186 der insgesamt 350 Sitze im Parlament. 2008 hatten sie nur 154 Sitze im Parlament erreicht. 
 
Für die Sozialisten scheint nach sieben Jahren an der Macht das erwartete Wahldebakel wahr zu werden. Laut den bisher ausgezählten Stimmen kamen sie nur auf 28,8 Prozent und haben damit 110 Sitze im Parlament, 2008 waren es noch 169. Dies wäre das schlechteste Ergebnis der PSOE seit der Wiedereinführung der Demokratie nach dem Ende der Franco-Diktatur 1975.
 
Starke Stimmengewinne erzielte die Vereinte Linke (IU), die nach der Prognose zwischen 11 Sitzen gewann, fünfmal so viele wie 2008.
Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt werden auch wieder baskische Separatisten im spanischen Parlament vertreten sein.
 
Insgesamt waren 35,8 Millionen Spanier zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,5 Prozent.
 
Die neue Regierung steht vor schier unlösbaren Aufgaben. Spanien steht wirtschaftlich am Abgrund. Neue drastische Sparmaßnahmen stehen auf dem Programm. Andererseits muss die Wirtschaft angekurbelt werden. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 21,5 Prozent. Das ist die höchste in der gesamten EU.