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Mit Magnetwellen gegen den Hungerwahn


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Mit Magnetwellen gegen den Hungerwahn

Katherine Damazer war in der Schule und hatte Prüfungen, als sie magersüchtig wurde.

Davor war sie mit ihrer Familie im Tibet im Urlaub gewesen, wo sie ein Virus einfing. Sie wurde sehr krank und nahm stark ab.

Anfangs genoss sie das Dünnsein. Dann ergriff das Fasten Besitz von ihrem Leben.

Katherine Damazer:

“Irgendwie kippte ich dauernd um. Schon morgens, wenn ich aufwachte wurde mir nach dem Aufstehen jedes Mal für eine Weile schwarz vor Augen. Und dann dieses Frieren. Ich fror und klapperte ständig, hatte komisches Herzklopfen und dauernd das Gefühl, der Magen verdaut sich selbst. Du hast dauernd Hunger, aber es ist irgendwie angenehm und befriedigend. Du meinst, das ist eine gute Sache, so eine Essstörung.”

Magersucht ist eine komplexe Krankheit.

Ein Forscherteam in London untersucht, ob eine wiederholte Magnetstimulation des Gehirns Betroffenen helfen könnte.

Sie zielen auf den Teil des Gehirns, in dem man die Gelüste vermutet.

Frederique Van der Eynde, Psychologe, King’s College, London:

“Wir haben festgestellt, dass die von uns praktizierte Magnetstimulation des Gehirns bei Menschen mit Bulimie Fressattacken reduzieren könnte. Bei Menschen mit Ess-Brech-Sucht könnte sie das Gefühl von Fülle und Fettsein dämpfen, wenn sie mit Lebensmitteln zu tun haben und auch ihre Ängste.”

Magersucht strapaziert den Körper enorm, findet Prof. Ulrike Schmidt, King’s College, London:

“Das führt nach einer gewissen Zeit zu körperlichen Behinderungen, die Knochen werden brüchig, es kommt zu Osteoporose, die Menschen bekommen Probleme mit allen Organen.”

In Großbritannien leiden eine Million Menschen an Essstörungen. Wie sie entstehen, wissen selbst Experten nicht wirklich. Bis zu 20 Prozent der Betroffenen sterben an ihrer Krankheit.

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