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Ungarn bittet EU und IWF um Finanzhilfe

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Ungarn bittet EU und IWF um Finanzhilfe

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Ungarn hat die Europäische Kommission und den Internationalen Währungsfonds offiziell um finanzielle Hilfe gebeten. Das teilte die EU-Behörde in Brüssel mit. Zu Beträgen nahm sie indes keine Stellung. Die Hilfe werde von Budapest als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet. EU und IWF hatten zuletzt 2008 mit einem Notkreditpaket von 20 Milliarden Euro Ungarn vor dem Staatsbankrott gerettet.

Analysten bezeichneten das jüngste Hilfsgesuch als folgerichtig. Ungarn habe zuletzt sehr hohe Zinsen auf seine Anleihen zahlen müssen. Innenpolitisch komme das Gesuch aber einem Offenbarungseid gleich.

Experten der EU-Kommission waren bereits in den vergangenen beiden Wochen in Budapest, um routinemäßig Auswirkungen des ersten

Hilfsprogramms für Ungarn zu überprüfen.

Angesichts der europaweiten Krise macht sich in der Bevölkerung zunehmend Ernüchterung breit.

Das Hilfsgesuch komme wirklich überraschend, meint eine Frau. Sie sei sehr enttäuscht und glaube nicht, daß dies die letzten Hilfsgelder seien, die Ungarn benötige.

Nach Ansicht von Experten kam die ungarische Regierung mit ihrem Gesuch einer Abstufung durch Rating-Agenturen zuvor. Die Finanzmärkte betrachten ungarische Anleihen inzwischen als Junk Bonds.