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Das gefährliche Atomprogramm des Iran

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Das gefährliche Atomprogramm des Iran

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Der Iran arbeitet an einem Atomwaffenprogramm. Im jüngsten Bericht der Internationalen Atom-Energie-Behörde IAEA sind entsprechende Hinweise dokumentiert. Und zwar so schwerwiegende, dass sich Behördenchef Yukiya Amano am 17. November zu der der Erklärung genötigt sah:

“Auf Grund der mir vorliegende Information und deren Beurteilung muss ich die Welt alarmieren. Das ist meine Pflicht als Generaldirektor.”

Der Iran leugnet nach wie vor, dass in seinem Atomprogramm auch an Waffen gearbeitet werde.

Aber die USA und Kanada verschärfen bestehende Sanktionen und haben dabei erstmals auch die petro-chemische Industrie und das Bankwesen des Iran im Blick.

In jüngerer Zeit gab es einige mysteriöse Todesfälle unter Wissenschaftlern, die am iranischen Nuklearprogramm arbeiten. Teheran beschuldigt Israel, verdächtigt dessen Geheimdienst Mossad. Auch die Opposition im eigenen Land wird von den Machthabern in Teheran der Sabotage bzw. der Zusammenarbeit mit “Feinden des Iran” verdächtigt.

Im September ist Irans erstes Atomkraftwerk in Betrieb gegangen. Entstanden war es mit russischer Hilfe. 2010 wurden für die iranische Industrie wichtige Computerprogramme von einem myteriösen Virus befallen. Die iranischen Behörden beschuldigten prompt die USA und Israel der Urheberschaft, leugneten aber gleichzeitig, dass der “stuxnet” genannte Schädling auch das Programm für das AKW Buschehr befallen habe.

Inzwischen sollen weitere Computerschädlinge aufgetaucht sein, so dass man in Teheran schon von “Cyber-Waffen” spricht.

Und dann war da auch noch diese eigenartige Explosion, bei der am 14. November auf der Raketenbasis Bid Ganeh 17 Mitglieder der “Revolutionsgarden” ums Leben kamen.

Auch dafür wird von iranischer Seite der Mossad verantwortlich gemacht.

Am 10. November fand in Teheranaus Anlass eines Besuches der führender Politiker in der Militärakademie eine gigantische Militärparade statt, deren Bilder in alle Welt gingen. Es war kein Jahrestag sondern ein willkürlich gesetzter Anlass.

Nach Entschärfung des Konfliktes, nach friedlichem Dialog sieht diese Demonstration militärischer Stärke gerade nicht aus.

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