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Keine Schonzeit in Spanien: Finanzmärkte nehmen Rajoy ins Visier

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Keine Schonzeit in Spanien: Finanzmärkte nehmen Rajoy ins Visier

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Auch nach dem Wahlsieg der konservativen Volkspartei steht Spanien weiter unter dem Druck der Finanzmärkte. Bei der ersten Ausgabe neuer Drei- und Sechs-Monats-Anleihen nach der Parlamentswahl musste der Staat Zinsen ín Rekordhöhe bieten.

Zwar konnte sich Madrid frisches Kapital über knapp drei Milliarden Euro beschaffen. Doch die Kosten dafür waren höher als die von Griechenland und Portugal für vergleichbare Papiere.

So kletterten die Renditen für Anleihen mit einer Laufzeit von sechs Monaten auf 5,22 Prozent. Das war mehr als vier Mal so hoch wie Spanien noch im vergangenen Jahr zahlen mußte.

Damit wächst der Druck auf den designierten Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, zur Sanierung seiner Staatsfinanzen möglichst rasch neue Sparbeschlüsse zu fassen. Dazu wurde er etwa von der deutschen Bundeskanzlerin ermutigt. Rajoy habe ein klares Mandat für Reformen erhalten, schrieb Angela Merkel in einem Glückwunschtelegramm.

Deutlicher forderten in Kommentaren die Rating-Agentur Fitch und das Wall Street Journal radikale Maßnahmen.