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Monti verspricht zu sparen

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Monti verspricht zu sparen

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Italiens neuer Regierungschef Mario Monti will die Staatsschulden Roms verringern und sein Land wieder zur drittstärksten Wirtschaftskraft Europas machen. Dies versicherte Monti anlässlich seines ersten Besuchs in Brüssel, wo er mit Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy zusammenkam.

“Wir begreifen Europa nicht als Last”, sagte Monti. “Europa hilft uns im Interesse Italiens und in dem Interesse der künftigen Generationen des Landes.” Die Sparpläne Roms werden zur Zeit von der EU-Kommission sowie vom Internationalen Währungsfonds überwacht. Nach Ansicht des Experten Mario Telo vom Institut für Europäische Studien muss Monti vor allem innenpolitische Hindernisse überwinden. “Wichtig für die Pläne dieses neuen europäischen Spitzenpolitikers ist vor allem eine große innenpolitische Glaubwürdigkeit. Denn er muss das angekündigte Programm auch in die Tat umsetzen.” Unsere Korrespondentin Margherita Sforza meint: “Beweist Monti auch in Europa Glaubwürdigkeit, indem er den Haushalt Italiens in Ordnung bringt, könnte er mit Frankreich und Deutschland auf gleicher Augenhöhe über den Vorschlag für Eurobonds und die Verstärkung des Rettungsschirms sprechen. Am Donnerstag kommt Monti mit Nicolas Sarkozy und Angela Merkel in Straßburg zusammen.”