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Thomas Cook mit Problemen - Aktie bricht ein

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Thomas Cook mit Problemen - Aktie bricht ein

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Europas zweitgrößter Reiseveranstalter Thomas Cook rutscht zur Wintersaison tiefer in die Krise.

Nach dem Bekanntwerden von Gesprächen des Unternehmens mit Banken über höhere Kredite brachen die Aktien um mehr als die Hälfte ein. Sie erlitten so im Tagesvergleich ihren größten Kursverlust aller Zeiten.

Der Reisekonzern hatte zuvor erklärt, die Geschäfte in einigen Bereichen seien zurückgegangen. Zudem gebe es Probleme mit Bargeldreserven.

Grund für die schlechten Geschäfte sei vor allem die Eurokrise und das derzeitige Klima in Europa, sagte Unternehmenschef Sam Weihagen. “Das regt nicht gerade die Nachfrage nach Urlaub an.” Zudem mache die Lage in Nordafrika dem Tourismus weiter zu schaffen.

Vor allem in Frankreich sei der Markt eingebrochen. Probleme habe man außerdem in Russland. Wegen der Überschwemmungen in Thailand ging die Nachfrage für Reisen nach Bangkok zurück.

Thomas Cook hatte bereits die Dividende streichen und mit seinen Banken Kreditkonditionen neu verhandeln müssen. Zudem gewährten die Geldgeber einen zusätzlichen kurzfristigen Kredit von 116 Millionen Euro. Wegen der Krise musste im August Vorstandschef Manny Fontenla-Novoa seinen Hut nehmen. Man sei auf der Suche nach

einem Vorstand, so lange werde er aber weiter übergangsweise die Geschäfte führen, sagte Weihagen.

Medienberichte, denen zufolge Thomas Cook in Großbritannien rund 200 Reisebüros schließen und sechs Flugzeuge stilllegen will, wollte Weihagen nicht kommentieren. Um eine mögliche feindliche Übernahme mache man sich derzeit keine Gedanken. “Aber wir sind eine Aktiengesellschaft. Alles ist möglich.”