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Zum 7. Jahrestag der "organgenen Revolution" in Kiew

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Zum 7. Jahrestag der "organgenen Revolution" in Kiew

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Aus dem Protest gegen Fälschungen bei der ukrainischen Präsidentenwahl 2004 erwuchs in Kiew eine Protestbewegung, die als “orangene Revolution” in die Geschichte eingehen sollte.

Ihr Protagonist Viktor Juschtschenkow, damals mit orangenem Schal und vom Giftanschlag gezeichneten Gesicht.

7 Jahre später hat er Wahlen und Präsidentenamt verloren. Von Scheitern mag er trotzdem nicht sprechen. Er betont vielmehr:

“In den ersten 5 Jahren nach der Revolution hat sich das Land gewandelt. Wir haben unsere nationalen Werte, die uns verbinden, besser zu schätzen gelernt. Die “orangene Revolution” war die erste Gelegenheit, Meinungsfreiheit zu praktizieren. Warum sollten wir darauf nicht stolz sein? Warum reden manche Leute von “Scheitern´”

Wenn man einmal alles was möglich war getan hat, damit die Gesellschaft die Erfahrung der Freiheit macht, dann kann einem diesen Erfolg niemand mehr nehmen. Demokratie gibt es nun mal nicht geschenkt. Demokratie darf man auch nicht wieder hergeben. Es gibt sie in der Ukraine, und zwar dank der “orangenen Revolution”.

Der Politikwissenschaftler stellt vor allem fest, was 7 Jahre nach dem Beginn alles noch zu tun bleibt in der Ukraine. An historischem Ort auf dem “Maidan-Platz” sagt Volodimir Fesenko:

“Maidan – das war ein Versuch, die Regierenden in der Ukraine europäischer zu machen und gleichzeitig ukrainischer. Aber diese Hoffnungen sind nicht in Erfüllung gegangen. Darum ist die Revolution noch nicht zu Ende. Wir brauchen entweder Reformen oder eine neue Revolution.”

Und die hat eine andere Ikone. Gerade weil sie derzeit im Gefängnis sitzt nach einem umstrittenen Prozess, gilt Julla Timoschenko vielen Enttäuschten als Symbol. Für den fehlenden Erfolg im ersten Anlauf wie für die Notwendigkeit, es beim zweitenmal besser zu machen.