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Castor-Transport trotz Protesten gestartet

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Castor-Transport trotz Protesten gestartet

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Ein für Gorleben bestimmter Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll ist trotz anhaltender Proteste von Atomkraftgegnern im französischen Valognes gestartet.

Zuvor hatten Hunderte Aktivisten Gleise besetzt und beschädigt. Ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften hatte sie unter Einsatz von Tränengas vertrieben.

Fünf Demonstranten wurden festgenommen.

Ein Polizeifahrzeug stand in Flammen und brannte aus.

Der Protest wurde von einem Zusammenschluss französischer Atomkraftgegner namens “Valognes Stop Castor” organisiert, der auch vom Netzwerk Atomausstieg (“Sortir du nucleair”) unterstützt wird.

Der Zug bringt aus der Wiederaufbereitungsanlage La Hague deutschen Atommüll nach Gorleben, wo er am Wochenende erwartet wird.

Die Route ist geheim. Drei Varianten für den Grenzübertritt sind möglich: über Kehl, Berg oder Saarbrücken. Welchen Weg der Zug nimmt, wird offiziell nicht mitgeteilt. Entlang der Strecke planen Anti-Atomkraft-Initiativen Proteste.

Auch in Deutschland bereiten sich die Atomkraftgegner vor. In der Hauptstadt Berlin demonstrierten Aktivisten vor dem Brandenburger Tor.