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"Unverhältnismäßige Gewalt" der Sicherheitskräfte in Bahrain

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"Unverhältnismäßige Gewalt" der Sicherheitskräfte in Bahrain

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Es war vor allem “unverhältnismäßige Gewalt” der Sicherheitskräfte, die Anfang des Jahres in Bahrain die Lage eskalieren ließ. Zu diesem Ergebnis kommen internationale Juristen und Menschenrechtsexperten, die die blutigen Unruhen in dem Golfstaat fünf Monate lang untersucht haben. 30 Zivilisten und 5 Angehörige der Sicherheitskräfte kamen ums Leben, vor allem als der zentrale Perlenplatz Mitte März geräumt wurde.

Mahmud Cherif Bassiouni, Leiter der Untersuchungskommission:

“Wir können diese Aktionen als Folter einordnen – nach den Maßstäben des UN-Übereinkommens gegen Folter – sie verletzen auch das bahrainische Strafgesetzbuch.”

Nach den blutigen Unruhen Anfang des Jahres hatte der König von Bahrain eine unabhängige Untersuchung versprochen.

Der jetzt vorgestellte Bericht spricht von “unverhältnismäßige Gewalt” gegen friedliche Protestaktionen. Nach zahlreichen willkürlichen Festnahmen seien Gefangene verhöhnt und gefoltert worden, unter anderem mit Elektroschocks.

Noch vor dem Bericht hatte die Regierung überzogene Gewalt bedauert.

König Hamad sagte: “Wir werden unsere Lektion lernen, damit sich so etwas nie wiederholt”. Er warf den schiitischen Machthabern im Iran vor, Unruhe in Bahrain zu schüren.

In Bahrain herrscht ein sunnitisches Königshaus über eine Mehrheit von Schiiten.

mit Reuters, dpa