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Deutsche AKW-Gegner machen sich bereit für Castor-Einsatz

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Deutsche AKW-Gegner machen sich bereit für Castor-Einsatz

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Umweltschützer in Deutschland haben ihre Proteste an der französischen Grenze begonnen. Im pfälzischen Berg versammelten sich am Vormittag etwa 250 Demonstranten. Berg ist ein möglicher Streckenabschnitt, den der Zug mit hochradioaktivem Müll passieren könnte. Dieser soll spätestens Freitag in Deutschland eintreffen – später als geplant.

AKW-Gegner Andreas Raschke erklärte in Berg, “es geht einfach nur darum, Protest zu zeigen. Der beste Protest ist, vor dem Castor-Transport zu sitzen. Wenn wir ihn stoppen können, ist das wunderbar. Wenn uns das nicht gelingt, dann halten wir ihn hoffentlich ein bisschen auf. Wichtig ist für uns einfach, Protest zu zeigen, um klar zu machen: Wir wollen diese Transporte nicht haben.”

Offenbar legte der Castor-Transport zunächst einen Zwischenstopp im französischen Rémilly ein. Dort sollen Zugpersonal und Lokomotive ausgetauscht werden.

Der Zug bringt deutschen Atommüll aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich zurück nach Deutschland. Ziel ist das Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben. Bis es ein sicheres Endlager gibt, soll der radioaktive Müll dort abkühlen – das ist vielen Anwohnern und Kernkraftgegnern zu unsicher.

Zu Beginn des Transports hatte es bereits massive Proteste in Frankreich mit Festnahmen und Verletzten gegeben. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein.