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Friede, Freude, Strukturreformen

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Friede, Freude, Strukturreformen

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Das Angela Merkel verhasste E-Wort fiel offiziell nicht – Eurobonds waren kein Thema beim Minigipfel der deutschen Bundeskanzlerin mit Italiens neuem Regierungschef Mario Monti und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy.

Kein Wort auch von der “big bazooka” (David Cameron) – der dicken Panzerfaust voller Euros zur Verteidigung der Europäischen Zentralbank.

Aber “Frankreich und Deutschland werden in den kommenden Tagen Vorschläge zur Änderung der EU-Verträge vorlegen, um das staatliche Management in Euroland zu verbessern,” so Nicolas Sarkozy. “Das Ziel: Mehr Integration und Konvergenz in der Wirtschafts- und Finanzpolitik.”

Die Märkte waren nicht begeistert und ließen den

Eurokurs deutlich abrutschen.

Hoffnungslos?… Aber nicht ernst.

Man erkläre sich oft am Telefon die jeweiligen roten Linien, so Sarkozy launig über das deutsch-französische Krisenmanagement, “wir arbeiten langfristig und nicht für die nächste halbe Stunde”.

Und Mario Monti darf künftig auch anrufen.

Angela Merkel:

“Wir wünschen dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti viel Erfolg bei seiner nicht ganz einfachen Arbeit. Er hat unsere Unterstützung, wann immer er sie braucht.”

Soll heißen, die Chemie stimmt.

Was bisher eher auf Kosten seines Vorgängers der Fall war.

mit dpa, ANSA, Reuters