Eilmeldung

Eilmeldung

Kein Frieden für den Jemen

Sie lesen gerade:

Kein Frieden für den Jemen

Schriftgrösse Aa Aa

Der Abgang von Jemens Langzeitpräsident Ali Abdullah Salih bringt dem Land keinen Frieden. Vermutlich Anhänger Salihs schossen auf Teilnehmer einer Kundgebung in der Hauptstadt Sanaa.

Nach Angaben von Augenzeugen forderten die Demonstranten, Salih müsse vor Gericht gestellt werden.

Mehrere Menschen wurden durch Schüsse getötet, mehr als 20 sollen verletzt worden sein.

Die Vereinbarung, die Salih und die Vorsitzenden der

Oppositionsparteien in Saudi-Arabien unterzeichnet hatten, sieht Straffreiheit für den Präsidenten und seine Familie vor.

An der Formulierung des Dokuments hatten die arabischen Golfstaaten und die Vereinten Nationen mitgearbeitet. Es verschafft dem seit 1978 amtierenden Präsidenten einen problemlosen Abgang.

Salih soll 90 Tage lang “Ehrenpräsident” des Jemen bleiben und die Macht an seinen Stellvertreter sowie eine noch zu bildende Übergangsregierung abtreten. Anschließend soll ein neuer

Präsident gewählt werden.

Am Vortag waren die Menschen in Sanaa zu Freudenkundgebungen über den Rückzug Salihs auf die Straße gegangen.