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Ägyptens Armee setzt auf Deeskalation

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Ägyptens Armee setzt auf Deeskalation

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Am kommenden Montag sollen die Ägypter zum ersten Mal frei über ein neues Parlament abstimmen.

Doch die Proteste auf dem Tahrir-Platz gefährden den historischen Wahltermin. Die Demonstranten wollen, dass der Militärrat aus der Politik verschwindet. Die Armee hält jedoch an der Macht fest und der Konflikt wird seit Tagen auf der Straße ausgetragen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. In der Mohammed Straße in der Nähe des Tahrir-Platzes wurden bei Ausschreitungen 38 Menschen getötet.

Eine Absperrung soll künftig Zusammenstöße verhindern. Ein General erklärte: “Das, was in der Mohammed Straße passiert ist, ist bedauerlich. Die Armee bereut den Vorfall und wir haben nun einen Weg gefunden, um die beiden Parteien zu trennen, dadurch werden die Demonstranten geschützt.”

Ein Mann sagte: “Wir rufen alle Imame dazu auf, hierher zu kommen, um die Menschen zu beruhigen und ein Blutbad zu verhindern.” Ein Künstler erklärte: “Die Revolutionäre fordern die Bildung eines Kabinetts der nationalen Einheit. Die Armee soll in die Kasernen zurückkehren und das Kabinett einen modernen ägyptischen Staat gründen.”

Riad Muasses, unser Korrespondent vor Ort, sagte:

“Kurz vor den Parlamentswahlen befindet sich Ägypten in einer verzwickten politischen Lage.

Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz, eine Regierung, die zurücktritt und der Militärrat, der sich weigert zu gehen, ohne Volksabstimmung.”