Eilmeldung

Eilmeldung

Auf den Tag genau vor 231 Jahren: Guillotin und die Guillotine

Sie lesen gerade:

Auf den Tag genau vor 231 Jahren: Guillotin und die Guillotine

Schriftgrösse Aa Aa

Am 28. November 1789 stellt Joseph Guillotin seine Erfindung der französischen Nationalversammlung vor – das angeblich sicherste, schnellste und am wenigsten barbarische Mittel, um einen Menschen hinzurichten: die Guillotine. 1791 wird die Guillotine ins Strafrecht aufgenommen. Und am 25. April 1792 wird der zur Todesstrafe verurteilte Räuber Nicolas-Jacques Pelletier als erster Mensch mit der Köpfmaschine exekutiert. Später werden in Frankreich etwa 50 Guillotinen aufgebaut und mehr als 20 000 Menschen hingerichtet – darunter Mitglieder der Monarchie Ludwig XVI, Marie-Antoinette und Louis Philippe, aber auch Georges Danton und Maximilien de Robespierre. In der Schweiz, in Deutschland, in Belgien und in Schweden gab es ebenfalls Guillotinen. In der DDR wurde die sogenannte Fallschwertmaschine bis 1968 eingesetzt – in Frankreich bis 1977. Bis 1978 gab es einen Justizbeamten, der im Pariser Vorort Fresnes für die Guillotine zuständig war, die letzten vier zum Tode verurteilten Gefangenen wurden aber begnadigt – 1981 wurde die Todesstrafe in Frankreich abgeschafft.

Auch an einem 28. November: Konferenz von Teheran mit Roosevelt, Churchill und Stalin zur Beendigung des Krieges und zur Neuordnung nach dem Zweiten Weltkrieg (1943), Ulf Merbold startet mit der US-Raumfähre Colombia ins All (1983), Norwegen lehnt in einem Referendum den Beitritt zur EU ab (1994)

Am 28. November geboren: Tomi Ungerer (1931), Hermann Strasser (1941), Agnieszka Holland (1948), Ed Harris (1950), John Galliano (1960), Anna Nicole Smith (1967-2007), Fabio Grosso (1977)