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Nach Entführungen geht in Mali Angst um

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Nach Entführungen geht in Mali Angst um

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In Mali sind sechs Europäer Opfer von Entführern geworden. Drei wurden beim Mittagessen in einem Restaurant in Timbuktu am Rande der Sahara verschleppt, so der örtliche Rundfunk. Ein vierter, vermutlich ein Deutscher, sei getötet worden, offenbar als er sich zur Wehr setzte.

Mali in Westafrika ist bitterarm, vor allem nördlich der Oasenstadt Timbuktu breitet sich

die Wüste Sahara aus, die zwei Drittel der Landesfläche bedeckt.

Zuvor hatten Bewaffnete bei Dunkelheit in der Stadt Hombori ein Hotel gestürmt und zwei Franzosen entführt. Die beiden sollen als Geologen für ein malisches Bauunternehmen gearbeitet haben.

Selbst in der Hauptstadt Bamaco haben Europäer jetzt Angst.

Fabienne Lopez:

“Ich bleibe in Bamako. In Bamako gehe ich raus, aber nicht außerhalb. Jetzt gehe ich nach Hause. Warum – weil ich mich an die Ratschläge halte. Ich will kein Risiko eingehen”

Ein Mann vor der französischen Schule:

“Wir bleiben in Bamako. Aber ob die Stadt geschützt ist gegen Leute, die hier einsickern, keine Ahnung. Gar keine.”

Bislang hat sich niemand zu den Entführungen bekannt. Die Terrorgruppe Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) ist auch in Mali aktiv.

Das britische Außenministerium warnt vor “hoher Terrorgefahr” in Mali.

mit dpa, AFP, BBCnews