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Sexuelle Übergriffe bei Massenkundgebungen in Kairo

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Sexuelle Übergriffe bei Massenkundgebungen in Kairo

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Am heutigen Tag gegen Gewalt gegen Frauen (25. November) häufen sich Berichte aus Ägypten von Vergewaltigungen und sexuellen Angriffen auf Frauen bei den Demonstrationen. Darunter sind auch Journalistinnen (Euronews berichtete). Viele Ägypterinnen trauen sich nicht an den Demonstrationen teilzunehmen, weil sie Angst vor den Männern haben. Von offizieller Stelle gibt es keine Stellungnahme. Viele Männer haben anscheinend anderes im Kopf (und in der Hose) als sich für politische Ziele einzusetzen.

Wenige Tage vor Beginn der Parlamentswahlen brodelt es dabei weiter in Kairo. Zehntausende protestierten auf dem Tahrir-Platz gegen den Obersten Militärrat, der das Land seit der Entmachtung von Präsident Husni Mubarak im Februar lenkt. Sie riefen auch Parolen

gegen den von den Militärs ernannten neuen Ministerpräsidenten Kamal al-Gansuri und gegen die Polizei.

Während der jüngsten Proteste in Kairo und anderen Städten wurden seit Freitag vergangener Woche laut Gesundheitsministerium 41

Menschen getötet.

Gleichzeitig zum Protest gegen den regierenden Militärrat fand auch im Stadtteil Abbassija eine Pro-Militärrat-Kundgebung statt.

Auch die Islamisten organisierten eine Demonstration, so dass es in Kairo an diesem Nachmittag drei verschiedenen Massenkundgebungen gab.