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Ungarns Bonität auf Ramsch-Status abgestuft

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Ungarns Bonität auf Ramsch-Status abgestuft

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Die Rating-Agentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Ungarns auf Ramsch-Niveau herabgestuft und damit an den Finanzmärkten massive Reaktionen ausgelöst. Ungarische Staatsanleihen gerieten unter Druck. So schnellte die Rendite für Zehn-Jahres-Papiere um einen Prozentpunkt auf knapp zehn Prozent.

Ebenfalls kräftig verteuerte sich die Prämie, die Anleger für eine Ausfallversicherung auf sogenannte Gulasch-Anleihen zahlen müssen.

Der Schuldenstand ging im laufenden Jahr zwar von 81 Prozent auf knapp 76 Prozent zurück. Allerdings lag dies an einer einmaligen Nationalisierung von Finanzassets. 2012 dürfte die Verschuldung wieder 76,5 Prozent erreichen.

Für die Mitte-Rechts-Regierung in Budapest bedeutet die Abstufung auf Ramsch-Status praktisch die Bestätigung ihres Offenbarungseides.

Diesen hatte sie zu Beginn der Woche geleistet, als sie die EU und den Internationalen Währungsfonds offiziell um Finanzhilfe bat.

Für Europa ist dies eine weitere schlechte Nachricht.

Denn sie zeigt, daß die Schuldenkrise nicht auf die Eurozone beschränkt ist. Die ungarische Währung ist der Forint, der inzwischen auf ein Rekordtief absackte.