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"Wir wollen keinen, der uns aufgezwungen wird"


Ägypten

"Wir wollen keinen, der uns aufgezwungen wird"

Am sogenannten “Freitag der letzten Chance” hätten sie auf dem Tahrir-Platz in Kairo am liebsten den Rückzug des Militärrats gefeiert.

“Die Armee ist großartig,” stand auf einem der Banner, “einen Militärrat brauchen wir nicht.”

Doch der riss das Gesetz des Handelns an sich – und installierte einen neuen Übergangs-Regierungsschef, Kamal al-Gansuri.

Dazu Ahmad Ibrahim Ingenieur, Teil der Protestgruppe “National Foundation for Change”:

“Der Militärrat hat kein Recht, den Minsterpräsidenten einzusetzen. Wir suchen den aus und hinter uns steht die Macht des Volkes und die Stärke der Bürger auf dem Tahrir-Platz.”

Dr. Seif Eddine Abdulfattah, Wissenschaftler an der Universität Kairo:

“Was zu Mubaraks Zeiten richtig war, gilt nicht mehr in der Zeit der Revolution. Wir wollen keinen, der uns aufgezwungen wird. Wir wollen einen Regierungschef, der für den Tahrir-Platz steht.”

Samah Saed, Mitglied der Bewegung des 6. April:

“Der ganze Tahrir-Platz sagt “nein” und ich respektiere die Mehrheits-Meinung.”

Dabei genießt die ehemalige Führungskraft Hosni Mubaraks persönlich durchaus hohe Wertschätzung.

Riad Muasses, euronews:

“Am “Freitag der letzten Chance” hat der Militärrat versucht, die Gemüter zu beruhigen, indem er Kamal al-Gansuri zum Ministerpräsidenten ernannte. Aber die Protestgruppen auf dem Tahrir Platz lehnen die Ernennung ab. Sie wollen den Rückzug von Marschall Hussein Tantawi.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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