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Castortransport kommt weiter nur stockend voran

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Castortransport kommt weiter nur stockend voran

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Der Castortransport nähert sich weiterhin nur stockend seinem Ziel im niedersächsischen Gorleben. Die Polizei hat inzwischen mehrere Menschen befreit, die sich an den Schienen angekettet hatten.

Die drei Männer und eine Frau hatten sich kurz nach Mitternacht mit den Armen in einer Betonkonstruktion mit Röhren und Stahlgittern festgekettet. Sie blieben nach Auskunft der Polizei unversehrt. Andere Kernkraftgegner blockieren aber weiter die Strecke bei Hitzacker mit einem Betonblock, an dem sie ebenfalls festgekettet sind.

Der Zug mit dem Atommüll stand die Nacht über in Maschen bei Hamburg. Von dort fuhr er heute mittag los. Seit seiner Abfahrt in Frankreich am Mittwoch ist er jetzt länger unterwegs als jeder andere Castortransport zuvor. Der Rekord von 92 Stunden, also fast vier Tagen, stammt aus dem letzten Jahr. Die vier Tage sind inzwischen überschritten.

Wann der Zug Dannenberg erreicht, ist nach wie vor unbekannt. Dort müssen die Atommüllbehälter umgeladen werden, um das letzte Stück in das Zwischenlager nach Gorleben auf der Straße zu rollen. Auch dort haben sich schon Kernkraftgegner zum Protest versammelt.