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Kongo: Wahlen unter schlechten Vorzeichen

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Kongo: Wahlen unter schlechten Vorzeichen

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Bei Auseinandersetzungen nach einer Wahlkampfveranstaltung in der Demokratischen Republik Kongo sind Dutzende Menschen verletzt worden. Die Opposition spricht außerdem von vier Toten, doch diese Angaben konnten bislang nicht überprüft werden.

Die Polizei in Kinshasa hat daraufhin Wahlkundgebungen verboten. Am Montag sollen 32 Millionen Kongolesen einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament wählen. Insgesamt 11 Präsidentschaftskandidaten buhlen um die Gunst der Wähler. Der einflussreiche Präsident Joseph Kabila gilt als Favorit.

Kongo ist in etwa so groß wie Westeuropa, doch es gibt so gut wie keine asphaltierten Straßen. Die Organisation der Wahl gleicht einem Kraftakt.

64.000 Wahllokale müssen mit Urnen und Stimmzetteln ausgestattet werden. Hinzu kommen

Unregelmäßigkeiten bei der Registrierung der Wähler.

Die Stimmung im Land ist sehr angespannt und Beobachter fürchten, dass es nach dem Votum zu Unruhen kommt und das Land wieder in einen Bürgerkrieg zurückfällt.