Eilmeldung

Eilmeldung

Griechenland erhält sechste Hilfstranche

Sie lesen gerade:

Griechenland erhält sechste Hilfstranche

Schriftgrösse Aa Aa

Die Euro-Finanzminister haben die von Athen dringend benötigte Finanzspritze von acht Milliarden Euro freigegeben. Ohne diese Rate wäre Griechenland Anfang Dezember zahlungsunfähig. Im Mittelpunkt der Beratungen in Brüssel stand auch der Rettungsschirm für hochverschuldete Staaten. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos sagte kurz vor einem Treffen, man habe in Athen den notwendigen politischen Konsens erreicht. Auch wolle Griechenland seinen Beitrag zu der anstehenden Debatte über die Stärkung der Euro-Zone und darüber leisten, wie den Märkten eine klare Botschaft zu übermitteln sei. Das Ja der Euro-Finanzminister zur Finanzspritze für Athen war möglich geworden, nachdem sich alle griechischen Spitzenpolitiker verbindlich zu dem geplanten Sparpaket bekannten. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte zur derzeitigen Finanzlage in Europa: “Wir haben in der Tat einen Anstieg der Renditen insbesondere am Sekundärmarkt für einige europäische Länder, wir haben einen Anstieg der spreads von einigen Ländern, wir haben generell eine Zurückhaltung der Investoren aus anderen Teilen der Welt in die Euro-Zone – deswegen ist es so wichtig, dass wir jetzt mit klaren Entscheidungen das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben, nämlich, die besondere Konstruktion einer vergeinschafteten Geldpolitik durch eine Stabilitätsunion zu ergänzen.” Im Verlauf des Abends wollten die Minister Leitlinien zur Erhöhung des Euro-Krisenfonds verabschieden. Die Hebelung des Rettungsschirms fällt kleiner aus als geplant. “Doch was immer die Finanzminister sagen und vorschlagen mögen, braucht den Segen der Staats- und Regierungschefs der EU, die Anfang Dezember hier in Brüssel zusammenkommen”, so unser Korrespondent Andrej Beketow.