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Kommission wirft Syrien schwere Verbrechen vor

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Kommission wirft Syrien schwere Verbrechen vor

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Eine Untersuchungskommission wirft Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Diese Kommission war vom UNO-Menschenrechtsrat eingesetzt worden und stellte ihren Bericht jetzt in Genf vor.

Zu diesen Verbrechen gehören demnach Massenhinrichtungen, Folter, sexuelle Misshandlungen sowie Gewalt gegen Kinder. Zu den Augenzeugen, die von der Kommission befragt worden waren, gehörten Deserteure der Armee.

Von weitverbreiteten und systematischen Menschenrechtsverletzungen spricht der Kommissionsvorsitzende Paulo Pinheiro. Dafür sei die Billigung durch höchste Funktionäre nötig gewesen. Laut Völkerrecht sei Syrien für diese Verletzungen verantwortlich.

Die Proteste gegen das Regime dauern seit März an. Nach Angaben der UNO wurden im Verlauf dieser Unruhen mindestens dreieinhalbtausend Menschen getötet. Die Regierung spricht von weitaus weniger Toten, vor allem Sicherheitskräfte.