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Schuldenkrise: Warme Worte und eisige Schocks

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Schuldenkrise: Warme Worte und eisige Schocks

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Stabilitätsvertrag, Käuferstreik bei Staatsanleihen, Klub der Super-Europäer, Elite-Bonds, Rekordzinsen – an Gesprächsthemen mangelt es den Finanzministern der Euro-Zone bei ihrem Treffen in Brüssel nicht – formell geht es um die Schlagkraft des Rettungsfonds EFSF und die Situation der Banken.

Aus den USA bringen Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso gute Worte mit. Geld, etwa für den IWF, gebe es aber aber auf keinen Fall – so die Botschaft von US-Präsident Barack Obama.

José Manuel Barroso in Washington:

“Wir stehen vor der gemeinsamen Herausforderung, die Schulden unter Kontrolle zu bekommen und gleichzeitig das Wachstum anzuschieben und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Keine einfache Aufgabe, das wissen wir alle. In Europa haben wir einen weiten Weg hinter uns zu den Ursachen der Krise. Wir sind dabei, in Wirtschaftsfragen unsere gegenseitige Kontrolle zu verstärken. Europa soll robustere Regeln für solide Haushaltspolitik und zur Bekämpfung von Schieflagen bekommen.”

Die Ratingagenturen setzen inzwischen offenbar auf Schocktherapie:

“Ein Lösungsplan könnte sich vielleicht nur nach einer Serie von Schocks ergeben,” so Moody’s nach Medienberichten – etwa, wenn einige Länder für einen längeren Zeitraum den Zugang zur Marktfinanzierung verlören und Hilfe bräuchten.

Übrigens – dem Sprössling – er wird am 1. Januar zehn Jahre alt – geht es gut. Der Euro erholt sich weiter von seinen starken Verlusten in der vergangenen Woche.

mit Reuters