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EU-Finanzminister: Die Nächsten, bitte

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EU-Finanzminister: Die Nächsten, bitte

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Sie haben keinen Masterplan, denn so eine Lage war noch nie da – in Brüssel versuchen die EU-Finanzminister, der Schuldenkrise Herr zu werden. Akute Fragen: Wie kann der zu wenig muskulöse Rettungsfonds EFSF aufgepäppelt werden – der Hebel des Privatsektors brachte weniger als erhofft. Springt der IWF ein? Und bekommt die Europäische Zentralbank den Waffenschein für die große Bargeld-Panzerfaust – die “Big Bazooka”?

Und was tun gegen die “Kreditklemme” – die Vertrauenskrise im Bankensektor? Wer die falschen Staatsanleihen hat, bekommt von den anderen kaum noch Geld.

Olli Rehn, EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung:

“Wir müssen uns auf zwei Fronten konzentrieren: mächtige Finanz-Brandmauern, damit die Turbulenzen abnehmen und gleichzeitig eine stärkere finanzwirtschaftliche Aufsicht.”

Am Dienstag hatten die Euro-Finanzminister die fällige Griechenland-Nothilfe freigegeben – nach monatelangem Ringen um einen breiten Spar-Konsens in Athen. Die Nächsten, bitte:

Schwedens Finanzminister Anders Borg:

“Von Italien und Spanien brauchen wir jetzt mächtige Vorlagen zur Haushaltskonsolidierung. Zwei neue Regierungen, das ist eine gute Gelegenheit, alle Leichen aus dem Keller zu holen.

Aber die Märkte geben keine Zeit zum Herumturteln. Wenn alles gut geht, erholt sich die Stimmung bis zum kommenden EU-Gipfel und auch das Vertrauen der Märkte.”

Andrei Beketov, euronews:

“Die EU bekommt das Geld nicht zusammen, um den Ländern in Not zu helfen, die immer zahlreicher werden. Die Minister werden die neusten Statistik filzen, auf der Suche nach Anzeichen für Wirtschaftswachstum. Aber die wichtigen Entscheidungen fällen die Staats-und Regierungschefs, nächste Woche.”

Mit Reuters, dpa, AFP