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Jan Ullrich muss warten

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Jan Ullrich muss warten

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Die Entscheidung im Dopingprozess gegen Jan Ullrich vor dem Sportgerichtshof CAS in Lausanne wird erst in sechs Wochen fallen.

Am Mittwoch teilte das Sportgericht mit, nur noch die Klage des Radsportweltverbandes UCI weiterzuverfolgen und eine Entscheidung im Januar zu fällen.

Die UCI hatte geklagt, weil der schweizerische Verband das Dopingverfahren gegen Ullrich vor knapp zwei Jahren eingestellt hatte.

Im Falle einer Verurteilung riskiert Ullrich eine lebenslange Sperre für alle Tätigkeiten im Profiradsport-Bereich.

Auch die schweizerische Anti-Doping-Agentur hatte geklagt. Für diese Klage sei der CAS aber nicht zuständig, hieß es am Mittwoch.

Ullrich, Tour-de-France-Sieger von 1997, war 2006 einen Tag vor dem Beginn der Tour von seinem Rennstall T-Mobile suspendiert worden, weil er in die Affäre um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes verstrickt war. Ein Jahr später beendete Ullrich seine Karriere.

Die Staatsanwaltschaft in Bonn stellte ihre Ermittlungen wegen Betruges gegen Ullrich 2008 ein. Im Gegenzug zahlte Ullrich 250.000 Euro für gemeinnützige Zwecke.