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Keine Küsse mehr für Oscar Wilde

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Keine Küsse mehr für Oscar Wilde

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Der irische Schriftsteller Oscar Wilde ruht seit 111 Jahren auf dem berühmten Père Lachaise Friedhof in Paris. Seine zahlreichen Fans nahmen ihn beim Wort, gaben ihrer Versuchung nach – Wer weiß, ob sie wiederkommt! – und küssten sein Grabmal.

Damit soll jetzt Schluß sein. Eine Glasplatte schützt künftig den Grabstein vor dem für den Stein schädlichen Lippenstift.

Dem britischen Schauspieler Rupert Everett zufolge liebte Wilde Frankreich. Paris sei schließlich die Stadt der Künste im 19. Jahrhundert gewesen. Wilde wäre wahrscheinlich glücklich in Frankreich zu ruhen. Denn am Ende seines Lebens habe er England gehasst.

Wilde war wegen homosexueller Verfehlungen zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt worden und floh nach seiner Freilassung nach Paris. Im Alter von 46 Jahren starb der Dichter verarmt in einem Hotel. Seine Verehrer müssen ihre Zuneigung nun mit Blumensträußen ausdrücken.