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Kosovo-Konflikt: Suche nach Lösungen geht weiter

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Kosovo-Konflikt: Suche nach Lösungen geht weiter

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Vor dem Hintergrund der Spannungen im Nordkosovo sind am Mittwoch in Brüssel Gespräche über den serbisch-kosovarischen Grenzkonflikt fortgesetzt worden. Serbien, das das Kosovo nicht anerkennt, sieht die Grenzen bloß als administrative Übergänge. Die EU fordert eine Lösung des Konflikts vor der Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Serbien. Der serbische Verhandlungsführer Borko Stefanovic gibt sich dennoch gelassen. “Wir müssen uns auf das Problem konzentrieren, ohne uns von der Frage, ob wir EU-Beitrittskandidat werden können, unter Druck setzen zu lassen”, meinte er. “Die Kandidatur ist uns wichtig, aber sie ist nicht der Grund für diese Verhandlungen.” Und auch Kosovo-Chefverhandlerin Edita Tahiri hofft auf eine Einigung: “Ich möchte nicht, dass dieser Dialog bloß Papier produziert. Bloßes Papier ist für einen Erfolg nicht genug.”

An der Grenze zwischen Serbien und dem Kosovo kommt es immer wieder zu Unruhen, zuletzt am Montag, als Kfor-Truppen eine Straßensperre abbauen wollten. Ein Appell des serbischen Präsidenten an seine Landsleute, die Blockaden zu beseitigen, verhallte ungehört. Tausende Serben im Kosovo haben mittlerweile die russische Staatsbürgerschaft beantragt. Sie erhoffen sich dadurch Schutz vor der Kosovo-Regierung.