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Südossetien: Wahl annuliert, Widerstand sicher

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Südossetien: Wahl annuliert, Widerstand sicher

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In Südossetien ist ein heftiger Streit Um das Ergebnis der Präsidenten-Stichwahl entbrannt.
Ein Gericht in der von Georgien abtrünnigen Region hat die Wahl annuliert und Neuwahlen für den 25. März angesetzt.
 
Kreml-Kandidat Anatoli Bibilow hatte die Wahl angefochten. Das letzte amtliche Zwischenergebnis hatte für Bibilow 40 Prozent der Stimmen ergeben, für die ehemalige Bildungsministerin Alla Dschiojewa knapp 57 Prozent. Jetzt soll sie wegen Tricksereien gar nicht mehr antreten dürfen.
 
 
Alla Dschiojewa:
 
“Die Menschen wollen ihr Stimmrecht durchsetzen, und zwar bis zum Ende. Sie haben gezeigt, was sie wollen, und jetzt wollen das durchsetzen. Was das heißt ? Das äußert sich in zivilem Ungehorsam.”
 
Sie könnte eine westlich ausgerichtete Bewegung vorhaben, nach dem Modell Georgiens und der Ukraine, argwöhnen ihre Gegner.
 
Die erste Runde zwischen 13 Kandidaten hatte Bibilow Mitte November mit einem hauchdünnen Vorsprung gewonnen. Schon zu der Zeit herrschte Hochspannung: Nach Morddrohungen gegen die Wahlleitung wurden rund 1200 Polizisten und Soldaten aufgeboten.
 
Südossetien hatte seine Unabhängigkeit von Georgien erklärt. Russland erkennt das Gebiet mit 52.000 Wahlberechtigten seit dem Krieg gegen Georgien 2008 als unabhängigen Staat an, die Europäische Union und die USA nicht. 
 
 
mit dpa, Reuters, AFP