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Zwei Todesurteile nach Metro-Attentat in Minsk

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Zwei Todesurteile nach Metro-Attentat in Minsk

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In Weißrussland sind zwei Männer wegen des Bombenanschlags in der Metro von

Minsk im vergangenen April zum Tode verurteilt worden. Damals starben 15 Menschen, mehr als 300 wurden verletzt. Menschenrechtler krisierten die Todesurteile und sprachen von einem Schauprozess ohne Beweise.

Das Gericht in Minsk sah es als erwiesen an, dass Dmitri Konowalow (25) und Wladislaw Kowaljow (25) das Blutbad mit dem Ziel anrichteten, das Land zu destabilisieren.

Menschenrechtler und die Mutter eines Angeklagten hatten Präsident Lukaschenko um Gnade gebeten, um noch weitere Ermittlungen zu ermöglichen und Beweise zu sammeln. Es handele sich um einen

Schauprozess, bei dem durch Folter und Druck Geständnisse erzwungen worden seien, behauptete Ljubow Kowaljowa, die Mutter eines der

beiden Verurteilten. Tausende Menschen hatten Petitionen gegen die Todesstrafe unterschrieben.