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Draghi: "EZB wird keine Regierungen subventionieren"

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Draghi: "EZB wird keine Regierungen subventionieren"

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Die Europäische Zentralbank hat Hoffnungen gedämpft, dass sie in der Euro-Krise eine aktivere Rolle übernehmen könne. Eigener Einschätzung nach kann sie Schuldenländern nur in begrenzter Weise mit dem Aufkauf von Staatsanleihen helfen. Im Europaparlament in Brüssel machte EZB-Chef Mario Draghi klar, dass die Regierungen der einzelnen Länder selbständig ihre Glaubwürdigkeit für die Märkte wiederherstellen müssten.

“Die nicht funktionierenden Anleihenmärkte in bestimmten Euroländern erschweren eine einheitliche Geldpolitik. Dies ist der Grund für die unkonventionelle Maßnahme der EZB. Aber solche Interventionen können natürlich nur begrenzt sein.”

Am Mittwoch hatten die EZB, die US-amerikanische Fed und andere Zentralbanken beschlossen, dem weltweiten Finanzsystem mehr Liquidität zur Verfügung zu stellen. Damit, so Draghi wolle man aber keine Regierungen subventionieren. Die Anleihenkäufe würden auch nicht ewig weitergehen, so der Italiener. Derzeit wird in der EU an einem neuen Rettungsplan für die Eurozone gestrickt. Viele verlangen dabei eine gewichtigere Rolle der EZB.