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Irak: Der Abmarsch rückt näher

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Irak: Der Abmarsch rückt näher

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Die US-Soldaten im Camp Echo im Irak sind dabei ihre sieben Sachen zu packen. Fast neun Jahre nach dem Einmarsch in den Irak und dem Sturz von Saddam Hussein nähert sich der US-Militäreinsatz dem Ende.

Nur noch 13.000 Soldaten sind im Land, jeden Tag machen sich Hunderte auf den Weg nach Hause. Kenneth Phariss ist einer von ihnen: “Meine Frau und meine Eltern warten auf mich. Es war hart, aber sobald ich zu Hause bin, werden wir es schon deichseln. Meine Frau und ich werden glücklich sein, denn wir können endlich wieder zusammen leben.”

US-Vizepräsident Joe Biden hatte bei einem Besuch in Bagdad die Verantwortung über das Land an die irakische Regierung übertragen. Es sei der Beginn einer neuen Phase: “Wir haben unser Versprechen gehalten und die Soldaten aus den irakischen Städten abgezogen. Wir haben wie versprochen, unsere Kampfmission im Sommer 2010 beendet und jetzt lösen wir ein Versprechen ein, das wir 2008 geleistet haben, und ziehen unsere Truppen bis zum Ende des Jahres ab.”

Während des US-Militäreinsatzes sind mehr als 4.600 US-Soldaten getötet worden. Die Zahl der Angriffe auf die US-Truppen hatte zuletzt abgenommen, doch die Kommandeure warnen vor Anschlägen in der Abzugsphase.