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Iranischer Botschafter aus London ausgewiesen

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Iranischer Botschafter aus London ausgewiesen

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Nach dem Sturm auf die Botschaft im Iran setzt die britische Regierung die angedrohten Konsequenzen um: Sie kündigte die Schließung der iranischen Vertretung in London an. Gleichzeitig zeigten sich viele Regierungen solidarisch: Nach Großbritannien zogen auch die Niederlande und Frankreich ihre Botschafter aus dem Iran ab.

Wegen des umstrittenen Atomprogramms hatten sich die Beziehungen zwischen London und Teheran zuletzt stark verschlechtert. Ali Laridschani, der iranische Parlamentssprecher, holt noch weiter aus, wenn er versucht, den Vorfall zu erklären: “Die Menschen im Iran ärgert das Verhalten der britischen Regierung der letzten Jahrzehnte,” erklärte Laridschani. “Wenn die Regierung in Großbritannien daran Zweifel hat, können wir gern eine Umfrage durchführen, damit sie sieht, was die iranische Bevölkerung von ihrem Verhalten der letzten Jahrzehnte denkt.”

Wegen des umstrittenen Atomprogramms hatte Großbritannien Sanktionen beschlossen. Denn der Westen befürchtet, dass Teheran atomare Waffen entwickelt. Die Sanktionen treffen die iranische Wirtschaft und somit auch die Menschen empfindlich. Die Wut entlud sich am Dienstag, als hunderte Demonstranten die Botschaft stürmten. Das Ausland warf iranischen Sicherheitskräften Tatenlosigkeit vor.