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Generationsübergreifendes Lernen

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Generationsübergreifendes Lernen

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Wissen bedeutet Informationen zu teilen. Ein traditioneller Weg ist der Wissensaustausch zwischen den Generationen. In dieser Ausgabe von Learning World werfen wir einen Blick auf verschiedene Generationen, die voneinander lernen.

Die Region Araucania in Chile gehört zu den ärmsten des Landes. Am schlechtesten geht es dort Rentnern, dazu gehören auch Lehrer. Sie erhalten vom Staat nur eine geringe Pension. Aber das Problem ist nicht nur finanzieller Natur. Rentner leiden oft unter der Isolation. Die Stiftung AraucaniAprende schafft dem Abhilfe. Hier unterrichten pensionierte Lehrer sozial schwache Jugendliche.

Jeden Dienstag gehen Raymond und Diamond im neuseeländischen Hamilton zum Computerunterricht. Der eine ist 37, der andere 68 Jahre alt. Raymond ist Vater eines Kindes, Diamond ist Rentner. Sie treffen sich für zwei Stunden Supernet-Unterricht, eine Klasse, die sich speziell um ältere Menschen kümmert. Diamond lernt von Raymond, wie man am besten durchs Internet surft. Supernet finanziert sich durch Spenden. Seit 2004 nehmen rund zehn Studenten an den Unterrichtstunden teil. Die Lehrer sind zwischen 25 und 40 Jahren alt.

Die Massai haben eine sehr gute Kenntnis ihres Landes, der Flora und Fauna. Dieses Wissen wird von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Die Bräuche sind das Rückgrat ihrer Gesellschaft. Der Erhalt ist fundamental für ihre Existenz. Die Massai teilen sich in Altersgruppen auf. Dies ist der Schlüssel zur Kontrolle der Wissensweitergabe. Die jungen Massai sind die Moranis. Sie werden alle 15 Jahre durch eine Beschneidungszeremonie aufgenommen. Jede dieser Generationen erfüllt eine spezielle Rolle in der Gesellschaft. Die Jüngeren müssen die Herden bewachen. Die Moranis sind dagegen für die Sicherheit und das Wohlergehen ihres Stammes verantwortlich.