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Griechenland will mehr Geld für Museen ausgeben

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Griechenland will mehr Geld für Museen ausgeben

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Griechenland will die Ausgaben für sein kulturelles Erbe erhöhen – und das mitten in der Krise. Beziehungsweise gerade wegen der Krise. Denn, so heisst es im Kulturministerium, die historischen Stätten und Museen im Land ziehen Touristen an, und die Tourismus-Industrie macht zwischen 15 und 18 Prozent des Bruttoinlandsproduktes des Landes aus. Kulturminister Pavlos Yeroulanos sagt, gerade in dieser Krisenzeit sei es an der Zeit, in Monumente und historische Stätten zu investieren. Man könne zwar nicht so viel Geld ausgeben, wie man wolle, denn es stehe viel Arbeit an; es sei eben wichtig, die richtigen Prioritäten zu setzen und zu sehen, wo wirklich Bedarf bestehe.

Wegen der Sparpolitik mussten in diesem Sommer bereits einige Museen geschlossen werden, seit dem vergangenen Jahr wurden rund 2000 zeitlich begrenzte Arbeitsverträge aufgelöst. Betroffen davon war vor allem das Sicherheitspersonal.

“Es gibt viele Stätten, die überhaupt nicht mehr geöffnet werden, weil es dort keine Wächter gibt”, sagt der Chef der Gewerkschaft des Sicherheitspersonals der archäologischen Stätten, Yannis Mavrikopoulos. “Es gibt Museen, die nur zur Hälfte funktionieren, die in der Nacht nicht bewacht werden. Das ist tragisch.” In diesem Jahr ist die Tourismus-Branche in Griechenland um zehn Prozent gewachsen. Damit dieser Trend sich fortsetzt, soll nun auch der Service verbessert werden.