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Sarkozy doch für EU-Vertragsänderung

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Sarkozy doch für EU-Vertragsänderung

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Auf der Suche nach einem Plan zur Rettung der Eurozone hat sich Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy auf Bundeskanzlerin Angela Merkel zubewegt. Zum ersten Mal sprach sich Sarkozy für eine EU-Vertragsänderung aus.  
 
Im südfranzösischen Toulon warb Sarkozy vor 5000 seiner Anhänger für eine Neugestaltung:
 
“Jetzt, in einer Extremsituation – denn sie ist ja extrem – nach einem langen Weg, den wir gegangen sind, müssen wir uns wieder auf das Wesentliche besinnen. Deswegen setzt sich Frankreich zusammen mit Deutschland für einen neuen europäischen Vertrag ein, um die Organisation Europas umzudenken und neu zu gestalten.”
 
Der Vertrag von Maastricht habe seine Schwächen offenbart, nun müsse er reformiert werden, so Sarkozy. Frankreich schließt sich damit der Forderung Deutschlands nach strikteren Kontrollen der nationalen Haushalte durch die Europäische Union an. Bisher hatte Sarkozy eine Machtverschiebung zu Gunsten Brüssels stets abgelehnt.
 
Zunächst trifft die deutsche Kanzlerin den französischen Präsidenten am Montag in Paris – vor dem entscheidenden EU-Gipfel am 8. und 9. Dezember.