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Slowenien: Wahl im Zeichen der Euro-Krise

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Slowenien: Wahl im Zeichen der Euro-Krise

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Am kommenden Sonntag werden die Slowenen ein neues Parlament wählen. Angesichts der schweren Schuldenkrise rechnen die Meinungsforscher mit einem Machtwechsel und sagen eine Sieg der konservativen Opposition voraus.

Janez Jansa, der Spitzenkandidat der konservativen SDS-Partei, könnte demnach auf mehr als 30 Prozent der Stimmen kommen.

Der Bürgermeister der Hauptstadt Ljubljana, Zoran Jankovic, ist ihm mit einem Stimmenanteil von mehr als 20 Prozent auf den Fersen.

Wer auch immer am Ende das Rennen macht, wird schmerzliche Einschnitte vornehmen müssen, an denen die bisherige sozialdemokratische Regierung gescheitert ist.

Slowenien, der einstige Musterschüler, ist von der internationalen Wirtschaftskrise voll erwischt worden und die Slowenen blicken sorgenvoll in die Zukunft: “Wir haben so viele Probleme, dass es schwierig ist, sie alle aufzuzählen. Wir müssen unsere Wirtschaft ankurbeln, damit unsere Unternehmen, die derzeit von den Banken abhängig sind, nicht pleite gehen. Der neue Ministerpräsident wird viel zu tun haben.”

Die Arbeitslosigkeit liegt bei acht Prozent und die öffentliche Verschuldung hat sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. Den Slowenen stehen harte Zeiten bevor. Eine radikale Rentenreform und Kürzungen bei den Staatsausgaben scheinen unumgänglich.